Die staatlich anerkannten Umweltstationen in Bayern präsentierten sich im Bayerischen Landtag

18 Vertreter:innen der Fachgruppe Umweltstationen stellen Bildungsarbeit vor

Verbunden durch die ANU Bayern e.V. konnten eine Gruppe von 18 Vertreter:innen der Fachgruppe Umweltstationen am 18. Juni ihre hochwertige außerschulische Bildungsarbeit im Bayerischen Landtag  präsentieren, darunter auch Umweltstationen unserer Jugendbildungsstätten. Der Vizepräsident des Bayerischen Landtags, Tobias Reiß (CSU), betonte in seiner Begrüßung die gesellschaftliche Bedeutung von Umweltstationen als wichtige Säule für die Natur-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung. 

Die Vertreter:innen der Umweltstationen stellten einer Vielzahl von Abgeordneten vor, welche beachtlichen Aufgaben sie als starker Motor für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in ihrer jeweiligen Region leisten. Sie hatten eine umfangreiche Bildershow vorbereitet, die die Vielfalt der Zugänge für alle Bevölkerungsgruppen verdeutlichte. Politiker:innen und BNE-Bildner:innen sprachen über die wertvolle Arbeit der Umweltstationen und nutzten die Möglichkeit, verschiedene Aktivangebote vor Ort gemeinsam auszuprobieren. Das Wertespiel lud zum Gespräch über Werte, Haltungen und Prioritäten ein, das Weltverteilungsspiel verdeutlichte Zusammenhänge rund um globale Gerechtigkeitsfragen. Der Klimakoffer lockte mit spannenden Experimenten zum Klimawandel und die Mikroskope zum Entdecken von Naturvielfalt. Ein Wasserquiz verdeutlichte wirtschaftliche Dilemmata im Umgang mit lebenswichtigen Ressourcen und die interaktiven Hochwasserelemente zeigten, wie hochaktuell die Themen der Umweltstationen sind. Die Bezüge aller Aktivitäten zu den 17 globalen Nachhaltigkeitszielen waren überall sehr gut nachvollziehbar und zeigten wie BNE altersunabhängig ganzheitlich gestaltet werden kann und lebenslang relevant ist. Bei regionalen Schmankerln aus ganz Bayern tauschten sich BNE Expert*innen mit Politiker*innen über die Umsetzung der Agenda 2030 aus und wie Klimawandel und Biodiversität als komplexe Herausforderungen durch innovative Bildungsmethoden und partizipative Prozesse Menschen anregen können, selbst aktiv zu werden.

Derzeit gibt es 65 staatlich anerkannte Umweltstationen in Bayern, 5 davon bei den Jugendbildungsstätten Bayern. Nach einem Landtagsbeschluss von 1993 sollen in Bayern flächendeckend Umweltstationen etabliert werden, mit dem Ziel in jedem Landkreis mindestens eine Einrichtung zu haben. Die Umweltstationen werden durch Förderprogramme des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt- und Verbraucherschutz finanziell unterstützt. In den Gesprächen mit den Abgeordneten wurde auf den Zustand hingewiesen, dass die abrufbaren Fördermittel pro Umweltstation seit mindestens 17 Jahren jedoch stagnieren. Eine deutliche Anhebung der Fördermittel ist angesichts des Wertverlusts durch die kontinuierliche Inflation sowie der steigenden Personalkosten bei gleichzeitig wachsenden Anforderungen daher mehr als angemessen.  Die Erhöhung der Fördermittel ist unbedingt notwendig, um das Ziel einer flächenhaften hochwertigen Bildung für nachhaltige Entwicklung in Bayern auch in Zukunft zu gewährleisten.

Über die ANU Bayern e.V.

Die Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung Landesverband Bayern e.V. (ANU Bayern e.V.) ist der Dach- und Fachverband für Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung in Bayern. Die ANU Fachgruppe Umweltstationen vertritt die Interessen der 65 staatlich anerkannten bayerischen Umweltstationen. Als außerschulische Bildungs- und Netzwerkpartner haben sie im Jahr 2023 rund eine halbe Million Menschen mit ihren Bildungsangeboten im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung und Umweltbildung erreicht. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen.

Informationen

Anke Schlehufer, 2. Vorsitzende der ANU Bayern e.V.
Burg Schwaneck
a.schlehufer@kjr-ml.de
www.naturerlebniszentrum.org/