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14.07.2026

Seit 40 Jahren ein Ort, an dem Zukunft wächst

Jugendarbeit ist Zukunftsarbeit. Seit 40 Jahren begleitet die Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Babenhausen (Jubi) im Bezirk Schwaben junge Menschen, stärkt demokratische Kompetenzen und schafft Räume für Begegnung und gesellschaftliches Lernen. Ein Festakt am 11. Juli 2026 bot den passenden Anlass, diesen Weg gemeinsam zu würdigen – innezuhalten, auf vier Jahrzehnte engagierter Bildungsarbeit zurückzublicken und zugleich ein klares Bekenntnis zur Zukunft der außerschulischen Jugendbildung abzugeben.

Jugendbildungsstätte Babenhausen feiert Jubiläum mit einem starken Bekenntnis zu Demokratie, Begegnung und Bildung

Bei bestem Sommerwetter begrüßte die Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Babenhausen mehr als 100 Gäste aus ganz Schwaben und darüber hinaus zu ihrem 40-jährigen Jubiläum. Bereits beim Sektempfang wurde spürbar, was die Jubi seit vier Jahrzehnten ausmacht: Begegnung und Austausch. Zahlreiche vertraute Gesichter, neue Kontakte und angeregte Gespräche prägten die Atmosphäre, bevor der offizielle Teil des Festakts unter freiem Himmel mit der musikalischen Eröffnung durch den Musikverein Babenhausen begann.

In seiner Begrüßung machte Frederic Schießl, Vorsitzender des Bezirksjugendrings Schwaben als Träger der Jubi deutlich, wie breit die Jugendbildungsstätte heute gesellschaftlich verankert ist. Die zahlreichen Gäste aus Politik, Jugendarbeit, Bildung und Zivilgesellschaft standen exemplarisch für das gewachsene Netzwerk der Einrichtung – und für den Rückhalt, den sie sich in vier Jahrzehnten erarbeitet hat. Schießl erinnerte daran, dass dieser Rückhalt keineswegs selbstverständlich war. Die Geschichte der Jubi ist auch eine Geschichte gemeinsamer Anstrengungen: von den ersten Planungen in Lindau über einen Standortwechsel nach Babenhausen bis hin zu finanziellen Herausforderungen, Nachbarschaftskonflikten oder der Corona-Pandemie. Immer wieder hätten sich Politik, Bezirk und Jugendarbeit gemeinsam hinter die Einrichtung gestellt. „Die Investition in die Jugend und die Jugendarbeit ist immer eine Investition in die Zukunft", brachte Schießl den Auftrag der JuBi auf den Punkt.

Jugendbildung als unverzichtbare Investition in die Zukunft

Dieser Gedanke zog sich wie ein roter Faden durch den gesamten Festakt. Katja Ölberger, Bezirksrätin und Jugendbeauftragte für den Bezirk Schwaben bezeichnete das enge Miteinander von Bezirk Schwaben und Bezirksjugendring als Grundlage einer verlässlichen Jugendbildungsarbeit. Aus dem gesetzlichen Auftrag zur Förderung von Jugendbildungsstätten sei in Schwaben ein harmonischer Dreiklang aus Bezirk, Bezirksjugendring und Jugendbildungsstätte entstanden, der jungen Menschen hochwertige Bildungsangebote ermögliche. Dass diese Unterstützung weit über Lippenbekenntnisse hinausgeht, zeigt sich seit Jahrzehnten in der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Einrichtung – von der internationalen Jugendarbeit über die Umweltstation bis zur Regionalkoordination des Netzwerks Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage. Mit mehr als 230.000 Gästen und über 583.000 Belegtagen seit 1986 hat sich die JuBi zugleich als fester Bestandteil der Bildungslandschaft in Schwaben etabliert. Als eine der zwölf vom Bayerischen Jugendring anerkannten und geförderten Jugendbildungsstätten ist die JuBi zudem Teil eines bayernweiten Qualitätsnetzwerks der außerschulischen Bildung. Auch Philipp Seitz, Präsident des Bayerischen Jugendrings, ordnete die Rolle der Jugendbildungsstätten in einen größeren gesellschaftlichen Zusammenhang ein. Gerade in einer Zeit vielfältiger Krisen brauche es Orte, an denen junge Menschen Gemeinschaft erleben und Orientierung finden. Jugendbildungsstätten seien „Orte der Gemeinschaft, ein Anker für junge Menschen, die verschiedenen gesellschaftlichen Krisen ausgesetzt sind". Hier würden Demokratie, Verantwortung und Zusammenhalt nicht nur vermittelt, sondern im Alltag gelebt.

Diese Perspektive griff auch Klaus Holetschek, Vorsitzender der CSU-Landtagsfraktion, auf. Einrichtungen wie die JuBi seien „jetzt und in Zukunft für die Demokratie unverzichtbar" – weil junge Menschen hier lernen, Verantwortung zu übernehmen, Vielfalt zu erleben und unterschiedliche Perspektiven auszuhalten. JuBi-Leiter Michael Sell machte in seinem Rück- und Ausblick deutlich, dass hinter den beeindruckenden Zahlen vor allem Menschen stehen: Generationen junger Menschen, engagierte Mitarbeitende sowie zahlreiche Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter, die die Einrichtung mitgestaltet haben und zugleich selbst von ihr geprägt wurden. Viele, die hier erste Erfahrungen mit Mitbestimmung, internationaler Begegnung oder Gemeinschaft gesammelt haben, bringen diese bis heute in Ehrenamt, Beruf, Politik und Gesellschaft ein. Ob aus europäischer, kommunaler oder persönlicher Perspektive: der Europaabgeordnete Markus Ferber, der Bundestagsabgeordnete Florian Dorn, Babenhausens Bürgermeisterin Alexandra Hörtrich, der frühere BezJR-Geschäftsführer Winfried Dumberger-Babiel, Sells Amtsvorgänger Bernhard Schneider sowie der langjährigen Mitarbeiter Georg Göppel – einig waren sich in ihren Wortbeiträgen alle darin, dass die JuBi seit vier Jahrzehnten als Ort der Begegnung, der Orientierung und des gesellschaftlichen Engagements weit über die Bildungsangebote hinaus wirkt.

Einen unterhaltsamen Blick auf diese Geschichte bot die vierköpfige Improtheater-Gruppe um Helga Schuster aus Augsburg mit Szenen aus dem JuBi-Alltag und dem „JuBi-Babenhausen-Rap". Die Einlage sorgte für viele Lacher und aufgrund der großen Resonanz sogar für eine Zugabe. Dass die „Original-Jugendlichen von damals" dafür noch einmal auf die Bühne zurückkehrten, war ein ebenso humorvoller wie passender Schlusspunkt des Festakts. Im Anschluss blieb bei vegetarischem Imbiss, alkoholfreien Cocktails und vielen Gesprächen Zeit für Begegnungen und persönliche Rückblicke. Die Zeitleiste zur Geschichte der JuBi und die Fotowand mit Wünschen für die Jugendarbeit luden dazu ein, die Entwicklung der Einrichtung nachzuverfolgen und den Blick zugleich auf ihre Zukunft zu richten.

Mehr Informationen

Schwäbische Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Babenhausen

Am Espach 7
87727 Babenhausen

Telefon: 08333-9206-0
E-Mail: jubi@jubi-babenhausen.de

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