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11.02.2026

Jahrestreffen der JuBis in Königsdorf

Vom 4. bis 6. Februar 2026 trafen sich die Mitarbeiter:innen der Jugendbildungsstätten Bayern zu ihrem Jahrestreffen in der Jugendbildungsstätte Königsdorf. Erstmals fand das Treffen bereits zu Jahresbeginn statt – und damit als erstes JuBi-Treffen in einer winterlichen Schneelandschaft. Im Mittelpunkt stand das Leitthema „Nachhaltigkeit auf ganzer Linie", das bewusst alle Bereiche der Jugendbildungsstätten – von Pädagogik über Hauswirtschaft bis zu Organisation und Management – einbezog.

Nach dem Ankommen und einer Begrüßung im Plenum bot ein Rundgang über das weitläufige Gelände Einblicke in die pädagogische und betriebliche Praxis der gastgebenden Einrichtung. Dabei wurde deutlich, wie Nachhaltigkeit hier ganzheitlich gedacht wird: von der Hackschnitzelheizung über ein durchdachtes Wasserkonzept bis hin zu Lernimpulsen im Alltag. Diese Anknüpfungspunkte für "beiläufige Bildung" zeigen sich etwa in Installationen zur Geschichte des Hauses, in der kreativen Auseinandersetzung mit den Sustainable Development Goals (SDGs) oder den Verkehrsschildern der Gerechtigkeit. Man spürt überall: Politische Bildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung sind fest im Profil der JuBi Königsdorf verankert – dies spiegelt sich übrigens auch im Angebot der Jugendsiedlung im Rahmen der gemeinsamen JuBi-Kampagne „politisch aktiv" wieder, bei dem sich alles um das SDG Wasser dreht.

Den inhaltlichen Schwerpunkt setzte ein fachlicher Austausch zu nachhaltigem Handeln im Bildungsbetrieb. Kolleg:innen aus der Jugendbildungsstätte Babenhausen gaben praxisnahe Einblicke in nachhaltige Ansätze von der Hauswirtschaft bis zur pädagogischen Arbeit und in einem zugeschalteten Vortrag zeigte Prof. Peter Stepanek (Hochschule Campus Wien) zentrale Hebel für mehr Nachhaltigkeit auf. Ein wesentliches Fazit: Insbesondere An- und Abreise von Gästen und Mitarbeitenden bieten großes Potenzial zur Reduktion von Emissionen. Zugleich wurde betont, wie wichtig es ist, angesichts globaler Herausforderungen handlungsfähig und zuversichtlich zu bleiben. Der Austausch setzte sich in berufsgruppenspezifischen Runden fort. Leitungen, Pädagogik und Wirtschaftsbereich beleuchteten Nachhaltigkeit aus unterschiedlichen Perspektiven – ein Spiegel der Vielschichtigkeit, die Jugendbildungsstätten in ihrer gesellschaftlichen Rolle einnehmen.

Am zweiten Tag rückte die Frage in den Fokus, wie eine „Traum-Jugendbildungsstätte" der Zukunft aussehen kann. Nach dem "Frühstück mit virtuellem Wasserverbrauch", einem morgendlichen Impuls zum Umgang mit der Ressource Wasser, entwickelten die Teilnehmenden in kreativen und später konkreten Arbeitsphasen Visionen, Handlungsempfehlungen und schließlich verbindliche Ziele. Die Ergebnisse wurden gebündelt und in einer gemeinsamen Erklärung festgehalten – ein klares Bekenntnis zu mehr Nachhaltigkeit im Netzwerk. Neben aller inhaltlichen Arbeit kam auch die Gemeinschaft nicht zu kurz. Beim Festabend am Lagerfeuer und selbstgemachter Pizza aus dem Pizzaofen wurden die langjährigen Mitarbeitenden Doris Knoll (Burg Schwaneck), Bärbel Witt (Jugendbildungsstätte Hindelang), Janis Platis (Burg Feuerstein) und Marcel Renner (Evangelische Jugendbildungsstätte Neukirchen) feierlich verabschiedet – ein Moment, der die Verbundenheit innerhalb des Netzwerks unterstrich.

Das Jahrestreffen 2026 zeigte eindrücklich: Nachhaltigkeit ist für die Jugendbildungsstätten Bayern kein Einzelprojekt, sondern Leitprinzip, das alle Häuser gemeinsam tragen. In der Verbindung von ökologischer Verantwortung, politischer Bildung und kollegialem Austausch leisten sie einen wichtigen Beitrag für eine zukunftsfähige Gesellschaft. Das nächste Treffen findet Anfang 2027 im IG Metall Jugendbildungszentrum Schliersee statt.

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