Gesichter der JuBis: Sabine Grüner

Diplompädagogin Sabine Grüner ist die neue Leiterin des Jugendhauses Burg Feuerstein

Die neue Leitung unserer JuBi Jugendhaus Burg Feuerstein ist uns wahrlich keine Unbekannte! Wir freuen uns sehr, dass Sabine Grüner – nachdem sie seit 2001 als Bildungsreferentin großartige Arbeit geleistet hat – ihre pädagogische Qualifikation und ihr Engagement seit dem 1. Juli 2023 nun in leitender Position einbringt! 🥰 Das Interview mit Sabine führte Patricia Achter, Redakteurin  in der Stabsstelle Medien- und Projektarbeit des Erzbischöflichen Ordinariats Bamberg. Vielen Dank, dass wir es hier bei uns veröffentlichen dürfen!

Sabine Grüner, seit Juli 2023 Leiterin des Jugendhauses Burg Feuerstein (Foto: Patricia Achter)

Weg von gewohnten Aufgaben, rein in die Leitungsrolle!

Als sie sich für die Leitung des Jugendhauses Burg Feuerstein beworben hat, ist sie aus ihrer Komfortzone herausgetreten: Sabine Grüner, Pädagogin, 47 Jahre alt. Beim Erntedankgottesdienst am 1. Oktober 2023 wurde sie offiziell als neue Leiterin eingeführt. Aus diesem Anlass überreichte ihr Diözesanjugendpfarrer Gerd Richard Neumeier eine Tasche mit dem Superman-Symbol, denn: „Das S könnte für ‚Super-Sabine‘ stehen: Für das Amt braucht man manchmal vielleicht Superkräfte, um mehrere Aufgaben gleichzeitig zu bewältigen.“ Neumeier hob ihre Frauenpower und ihre Zukunftsideen für Burg Feuerstein lobend hervor: „Sabine Grüner kennt die Burg als langjährige pädagogische Mitarbeiterin, die Stärken und Schwächen des Jugendhauses und alle Mitarbeitenden. Sie bringt viel Engagement mit, da ihr die Burg und die Jugendarbeit am Herzen liegen.“

Von der Erlebnispädagogin zur Leiterin des Jugendhauses

Wie sehr Sabine Grüner das Jugendhaus Burg Feuerstein am Herzen liegt, zeigt sich schon an der Freude und Leidenschaft, mit der sie über ihre Arbeit und ihre persönliche Motivation spricht: „Ich habe 22 Jahre im pädagogischen Bereich auf der Burg Feuerstein gearbeitet. Jetzt war der Zeitpunkt, an dem ich mich weiterentwickeln, einen Schritt weitergehen und mich neuen Aufgaben stellen wollte.“ Raus aus der Komfortzone: Das hat sie als qualifizierte Erlebnispädagogin mit Gruppen immer wieder in verschiedenen Kursen geübt.

Zum Beispiel hat sie mit Jugendlichen in der Fränkischen Schweiz Höhlen erkundet, die nicht touristisch erschlossen sind. Höhlen, in denen es eng, kalt und dunkel ist. Manche Teilnehmenden reagieren ängstlich. Die Jugendlichen müssen in der Ausnahmesituation aufeinander achten, sich gegenseitig helfen und durchtragen. „Man geht als Einzelner in die Höhle hinein und kommt als Team wieder heraus“, schildert Sabine Grüner ihre Erfahrung. „Jugendliche lernen, mit Herausforderungen in der Natur umzugehen. Das Erlebnis führt bei ihnen zum Umdenken und zu einer Veränderung. Sie wachsen innerlich.“

Ein positiver, spiritueller Mensch

Auch Sabine Grüner entwickelt sich gerade persönlich weiter. Als Leiterin beschäftigt sie sich mit bisher ungewohnten Themen, beispielsweise mit dem Haushaltsplan für die Burg Feuerstein. Welche Fähigkeiten helfen ihr bei dem Prozess, in die neue Aufgabe hineinzuwachsen? „Mein pädagogisches Wissen hilft mir bei der Mitarbeiterführung, beim Umgang mit unseren Gästen und Mitarbeitenden“, sagt sie mit einem offenen Lächeln. „Verlassen kann ich mich auf das Personal, ein starkes Team, das hinter mir steht. Außerdem arbeite ich mich gerne in neue Aufgabengebiete ein, da ich mich selbst gerne weiterentwickele. Ich bin prinzipiell ein sehr positiver und spiritueller Mensch. Auch wenn mich etwas fordert, bin ich mir sicher, dass es sich zum Guten wenden wird.“

Ziel: Burg Feuerstein als Leuchtturmprojekt stärken

Mit dieser positiven Grundeinstellung möchte Sabine Grüner das Jugendhaus Burg Feuerstein weiterentwickeln: „Meine Vision ist, dass die Burg Feuerstein, die schon jetzt eine bekannte Einrichtung ist, ein Leuchtturmprojekt im Erzbistum Bamberg wird. Es soll ein spirituelles und pädagogisches Zentrum sein, das Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene gerne besuchen und in dem sie gut sein können. Weitere wichtige Aspekte sollen Erlebnispädagogik, Jugendliturgie, Nachhaltigkeit und Inklusion sein.“

Sie selbst hat katholische Jugendarbeit als sehr bereichernd erlebt. Schon in ihrer Jugend hat sie sich als Ministrantin, bei Sternsinger-Aktionen und Zeltlagern engagiert. Welches Angebot der Burg Feuerstein hätte Sabine Grüner als Jugendliche am meisten interessiert? „Ehrlich gesagt: alles!“, antwortet die Leiterin überzeugt. „In all unseren außerschulischen Bildungsmaßnahmen kann man wachsen, reifen und sich selbst reflektieren – gerade in den unsicheren Zeiten, die wir momentan erleben, ist es wichtig innezuhalten, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und sich immer wieder neu auszurichten.“

Werdegang von Sabine Grüner

Sabine Grüner wurde 1976 in Fürth geboren. Nach dem Abitur und einem Sozialen Jahr in einem Wohnheim für Kinder und Jugendliche mit Einschränkungen, studierte sie an der Universität Bamberg Pädagogik und lernte 1997 das Jugendhaus Burg Feuerstein durch Praktika kennen. Von 2001 bis 2023 arbeitete sie als Bildungsreferentin im Jugendhaus. Am 1. Juli 2023 übernahm sie die Leitung von ihrem Vorgänger Hans-Peter Kaulen.

Informationen

Jugendhaus Burg Feuerstein
91320 Ebermannstadt
Telefon: 09194/ 76 74-0
E-Mail: anmeldung@burg-feuerstein.de
Webseite: www.burg-feuerstein.de